Text von Sonntag, 10. November 2002
Marburg * (spi)
Der Tausch von Pok‚mon-Karten war eher die Ausnahme. Dafür gab es auf der Spielzeugbörse in der Großsporthalle am Sonntag (10. November) Kinderbücher, Kleidung, Puzzles und ähnlich heiß begehrtes zu kleinen Preisen. Der Eintritt war frei. Für 5 Euro pro Tisch durfte jeder anbieten und verkaufen, was zuvor zuhause die Rumpelkammer gefüllt hatte. Neuwaren sowie gewerbliche Händler waren dagegen von der Börse ausgeschlossen. Die Kauf- und Tauschbörse, die von der Jugendförderung der Stadt Marburg veranstaltet wurde, bot mit den Auftritten eines Zauberers sowie der Breakdance-Gruppe "Code-Red" ein attraktives Rahmenprogramm für die Kleinen. Ein knurrender Magen konnte auch gesättigt werden. Pommes Frites und süße Jahrmarktköstlichkeiten wie Popcorn und gebrannte Mandeln erfüllten Kinderwünsche, während sich Ältere bei Kaffee und Kuchen vom Stress des Elterndaseins erholen konnten. Neben einer großen Auswahl an Büchern, Hörspielkassetten und Musik-CDs gab es fast alles, was Kinder zwischen einem und 14 Jahren begeistert. Jugenderinnerungen wurden auch aufgefrischt. So fanden sich an einem Stand schon mal Ausgaben der Zeitschrift "Bravo" aus dem Jahr 1994 zum Stückpreis von 20 Cent. Eltern hatten mit der reichen Auswahl an Kinderkleidung, Fahrradhelmen und Kinderwagen die Möglichkeit, nur auf Zeit benötigtes zum kleinen Preis zu erstehen."Kinderspielzeug ist im Geschäft einfach unheimlich teuer", berichtete Jörg Lemmer Schmid, Patenonkel des kleinen Finn. "Kinder spielen damit zwei Wochen. Hier gibt es ein Puzzle für 50 Cent, da tut es nicht weh, das Spielzeug weiterzuverschenken, wenn es dem eigenen Spross langweilig wird. Spielzeug fluktuiert und kann so von vielen Kindern genutzt werden. Eine tolle Sache!" Die nächste Spielzeugbörse findet Anfang Dezember statt. Wer einen Stand mieten möchte, sollte sich rechtzeitig im Haus der Jugend in der Frankfurter Straße anmelden. |