Text von Samstag, 26. Oktober 2002
Marburg * (sts)
"Es kann nicht sein, dass die USA machen können was sie wollen. Wir wollen ein Zeichen setzen", erklärte ein Friedensfreund. Unter dem Motto "Kein Blut für Öl" demonstrierten am Samstag (26. Oktober) 80 Marburgerinnen und Marburger gegen einen drohenden Irak-Krieg. Der Zug startete an der Stadthalle und endete am Marktplatz. Aufgerufen zu der Aktion im Rahmen des "Global Action Day" hatten die Marburger Friedensinitiative "Nein zum Krieg!" und Attac Marburg. Die Forderungen der Demonstranten gingen aber über eine reine Kriegsgegnerschaft und Friedenserhaltung hinaus. So verlangten sie den Abzug der Bundeswehr-Spürpanzer aus Kuwait und die Rückkehr der Bundesmarine aus der Golfregion. "Die Bundesregierung muss jede Unterstützung für einen Irak-Krieg verweigern", meinte eine junge Demonstrantin. Der "Global Action Day" veranlaßte bundesweit Tausende von Menschen, in insgesamt 89 Städten auf die Straße zu gehen. Die Proteste sollen auf andere EU-Staaten sowie auf Asien und Australien ausgedehnt werden, um eine ähnlich breite Gegnerschaft gegen die US-Politik aufzubauen wie zu Zeiten des Vietnam-Krieges. Ob sich George W. Bush aber von ein paar Trommelschlägen oder Trillerpfeifen, wenn sie auch weltweit zu hören sind, aufhalten läßt, erscheint fraglich. Dadurch, das an einem Samstagmorgen aber doch so viele Menschen den heimischen Frühstückstisch verlassen haben, konnte zumindest ein Zeichen für den Frieden gesetzt werden. |