Text von Sonntag, 17. November 2002
Marburg * (FJH)
Das Polizeiaufgebot ist wieder abgerückt. Ljudmilla Aleksandrovna Putina hat die Präsidentensuite im Rosenpark-Hotel wieder verlassen. Der Jubiläumskongress des Deutschen Russischlehrerverbandes (DRLV) und ging am Sonntag (17. November) plangemäß zu Ende. Groß war im Vorfeld die Furcht vor Anschlägen tschetschenischer Terroristen gewesen. gewesen. So war die Polizeipräsenz dichter denn je. Mit Schäferhundne patrouillierten sie rund sie um das Hotel. Absperketten versperrten ungebetenen Gästen eine Annäherung an das Hotel der russischen First Lady. Glücklicherweise ist nichts passiert. Dabei kann auch der größte Polizeiaeinsatz keine absolute Sicherheit garantieren. Furcht vor Anschlägen ist der unabwendbare Preis für die Macht, die andere wiederum fürchten. Trotz der rücksichtslosen Politik ihres Ehemanns Vladimir PUtin, die den Grünen-Stadtrat Dr. Franz Kahle zum Fernbleiben von der Festveranstaltung veranlasst hatte, war Ljudmilla Putina in Marburg sehr willkommen. Sie engagiert sich persönlich für den Deutschunterricht in russischen Schulen. Sprachkenntnisse sind eine wesentliche Voraussetzung für das Verständnis der Kultur eines anderen Landes . Jahrzehntelange Furcht vor Russland hat seit den Zeiten des "Kalten Krieges" die Bewohner Westdeutschlands geprägt. Hier bestehen immer noch Vorbehalte. Vielleicht können einige davon mit Putinas Hilfe beiseite geräumt werden. So hofft Marburg, dass die Präsidentengattin bald wiederkommen wird, selbst, wenn das einige Polizeisperren zur Folge haben dürfte. |