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Text von Montag, 12. July 2004

> s o z i a l e s<
  
 Nutzerfreundlich: Stadt stellt Online-Portal vor 
 Marburg * (fjh)
"Was will der Nutzer, wenn er Marburg anklickt?" Von dieser Frage hat sich die Stadt Marburg bei der Neugestaltung ihres Internet-Auftritts leiten lassen. "Bisher haben wir uns präsentiert, wie toll wir sind", erklärte Oberbürgermeister Dietrich Möller. "Nun stehen die Bedürfnisse des Nutzers im vordergrund."
Mit einem Mausklick schaltete Möller am Montag (12. Juli) im Stadtverordnetensitzungssaal das neugestaltete Online-Portal www.marburg.de frei. Neben den Dienstleistungen und Informationsangeboten der Stadt eröffnet diese Web-Präsenz auch den Zugang zu den Stadtwerken Marburg (SWM) und dem städtischen Dienstleistungsbetrieb Marburg (DBM). Die blaue Farbgebung ändert sich beim Mausklick auf www.dbm-marburg.de in den orangefarbenen Ton der Arbeitskleidung und der Fahrzeuge des DBM. Die Homepage www.stadtwerke-marburg.de ist in rot gehalten. Ansonsten entsprechen sich die Seiten der städtischen Unternehmen weitgehend in ihrem Design.
Bei ihrer Erstellung hat sich die Firma Six CMS an die Richtlinien der Barrirefreie-Informationstechnik-Verordnung (BITV) der Bundesregierung gehalten, obwohl sie bislang nur für Bundesbehörden verbindlich ist. Selbst sehbehinderte oder blinde Mitarbeiter der Stadt können das Redaktionssystem zur Eingabe von Daten bedienen.
Alle Fachdienste pflegen ihren jeweiligen Bereich fortan selbst. So soll das neue System immer aktuelle Daten garantieren. Der Informationsbestand reicht jedoch über die Angebote der städtischen Dienststellen hinaus, da viele Nutzer sich nicht immer Klaren sind, welche Dienste sie von der Stadt erwarten dürfen und wofür andere Behörden zuständig sind.
Eine Liste mit Angeboten von "A" bis "Z" gibt die üblichen Leistungen der Kommune für ihre bürgerinnen und Bürger an. Eine Stichwortsuche erlaubt aber auch einen schnellen Zugriff auf den Datenbestand. So soll der Nutzer schnell finden, was er wissen möchte.
Größtmögliche Transparenz war das Ziel des "ALRIS"-Dienstes. Alle öffentlichen Unterlagen zu Sitzungen der städtischen Gremien werden mit diesem System allen Interessierten zugänglich gemacht. Das beginnt bei der personellen Zusammensetzung der Ausschüsse und des Stadtparlaments und endet bei Anträgen, vorlagen und Protokollen zu ihren Sitzungen.
Den Tourismus unterstützt das städtische Web-Portal mit Serrviceleistungen rund um die Veranstaltung von Tagungen und Kongressen ebenso wie durch eine Datenbank mit Gästezimmern. Adressangaben zu Hotels und Pensionen sind mit einer Landkarte hinterlegt, die auch in Ausschnitten betrachtet werden kann. Online-Buchungen sind hier kein Problem.
Auch die Sperrmüllabfuhr kann bereits über das Internet angefordert werden. Viele Formulare sind bislang jedoch noch nicht barrierefrei verfügbar. Sie müssen am PC ausgedruckt, ausgefüllt und dann per Brief an die jeweilige Behörde geschickt werden. Nach und nach sollen möglichst viele von ihnen aber durch barrierefreie Online-Formulare ersetzt werden.
Dies gilt auch für ein verzeichnis der Marburger Kulturinitiativen, das vorerst nur zum Herunterladen auf einer PDF-Datei verfügbar ist. Die leistungsstarke Datenbank der neuen Internet-Präsenz schreit aber geradezu nach einer Aufnahme dieser Informationen.
Auf die "zentrale Bedeutung" eines nutzerfreundlichen Internet-Auftritts für die Stadt wies Kulturamtsleiter dr. Richard Laufner hin. Studienanfänger beispielsweise suchten sich ihren Studienort zuallererst über das Internet aus, erläuterte Laufner: "Die setzen sich nicht in den Zug und kommen hierher, sondern die kommen erst auf unsere Homepage."
 
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