Text von Freitag, 7. Mai 2004
Doppel-Ehrung: Doktorhüte für Klafki und Hentig | ||
Marburg * (fjh/pm)
Als "einen der bedeutendsten Vertreter der Erziehungswissenschaft in Deutschland" hat die Universität Kassel Prof. Wolfgang Klafki gewürdigt. Am Mittwoch (5. Mai) hat der Fachbereich Erziehungswissenschaft/Humanwissenschaften der Universität Kassel dem Marburger Erziehungswissenschaftler den Grad eines Doktors honoris causa verliehen. Klafki hat bis 1992 an der Philipps-Universität in Marburg gelehrt. Er ist bereits zweimal mit der Ehrendoktorwürde ausgezeichnet worden. Geehrt wurde damit nach Auffassung der Kasseler Universitätspädagogen einer der bedeutendsten Vertreter der Erziehungswissenschaft in der Bundesrepublik Deutschland. Bei Klafki handele es sich um einen herausragenden Wissenschaftler, der sowohl mit seinem umfangreichen Werk als auch aufgrund seiner akademischen Lehre und seiner Vortragstätigkeit weit über den deutschsprachigen Raum hinaus breite Resonanz gefunden und die erziehungswissenschaftliche Diskussion sowie die pädagogische Praxis in Deutschland maßgeblich beeinflusst habe. Das - führte Prof. Dr. Frauke Stübig aus. Sie hatte als Dekanin das Verfahren eingeleitet. Die bildungstheoretische Fundierung der Lehrerausbildung, insbesondere unter dem Aspekt der Vermittlung didaktischer Kompetenzen, sei untrennbar mit dem Namen Klafkis verknüpft. Er habe eine bis heute gültige Figur des didaktischen Denkens und Entscheidens entwickelt, die den Prozess der Auseinandersetzung der Individuen mit der Welt lehr- und lehrbar mache. Zusammen mit Wolfgang Klafki erhielt auch der Gründer der Bielefelder Laborschule und des dortigen Oberstufenkollegs, der emeritierte Erziehungswissenschaftler Prof. Dr. Hartmut von Hentig, für seine Verdienste um die Schulentwicklung in Deutschland die Ehrendoktorwürde der Kasseler Universität. | ||
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