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Text von Freitag, 19. November 2004

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 Reichwein-Schule: Vaupel in Verwöhn-Oase 
 Marburg * (sts)
Fünf Stunden dauerte der "Tag der offenen Tür" in der Adolf-Reichwein-Schule. Selbst fünf Tage hätten jedoch kaum ausgereicht, die gesamte Bandbreite der Themenausstellungen und Informationsveranstaltungen kennenzulernen. Fast 50 Einzelaktionen stellten die Schülerinnen und Schüler am Freitag (19. November) rund um die gewerblich-berufliche Schule vor.
"Natürlich dient ein solcher Tag auch der Werbung in eigener Sache. Aus diesem Grund haben wir auch alle weiterführenden Schulen der Region ein. geladen", sagte Schulleiter Norbert Herlein. Die Ausdifferenzierung der fünf Schulformen - vom Berufsgrundbildungsjahr über die Berufsfachschule und die Berufsfachschule mit Abschluss sowie die Fachoberschule und das berufliche Gymnasium - wurden in stündlichen Referaten vorgestellt.
In der Fachoberschule hatte eine Klasse beispielsweise ein Projekt zum Unfall in Tschernobyl und dessen Folgen erarbeitet. In diesem fachübergreifenden Konzept berechneten die Schülerinnen und Schüler unter anderem, wie die Betonummantelung - der sogenannte Sarkophag - gebaut werden müsse, damit keine weitere Strahlung austreten könne.
Schüler des Berufsvorbereitungsjahres stellten ihre - - in der Marburger Produktionsschule hergestellten - Waren vor. Dieses Kooperationsprojekt von Arbeit und Bildung mit der adolf-Reichwein-Schule soll Jugendliche für den Übergang von der Schule in den Beruf oder die Ausbildung qualifizieren. In einer alten Fabrikhalle in Wehrda werden von den Schülern unter anderem käuflich zu erwerbende Gartenmöbel, Nistkästen oder CD-Ständer hergestellt.
Seit diesem Schuljahr gibt es auch eine Körperpflegeschule innerhalb der Berufsfachschule. Für den "Tag der offenen Tür" hatten die elf Schülerinnen eine Verwöhn-Oase mit Haarwäsche und Kopfmassage eingerichtet. Nicht nur Bürgermeister Egon Vaupel genoss das willkommene Entspannungsangebot vom harten Arbeitsalltag.
Die Schülerinnen erhalten durch den zweijährigen Besuch der Schule den Abschluss der "Mittleren Reife" und können die Ausbildung zur Kosmetikerin um ein Jahr verkürzen. Vollkommen unverständlich blieb nur, warum bisher kein einziger männlicher Schüler sich für die Körperpflegeschule beworben hat.
 
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