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Text von Freitag, 26. Oktober 2007

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 Neue Kooperationen: Initiativen im Schulunterricht 
 Marburg * (sts)
Die Zahl der Kooperationen zwischen Schulen und freien Trägern im Rahmen der "Lokalen Bildungsplanung" wächst stetig. Im abgelaufenen Schuljahr 2006/2007 wurden 63 Einzelprojekte ergänzend zum "normalen" Unterricht an den Marburger Schulen realisiert. Die beteiligten Institutionen stellten am Donnerstag (25. Oktober) im Schul- und Kulturausschuss die durchgeführten Projekte vor.
Die Bandbreite der Angebote reichte dabei vom afrikanischen Trommelkurs über Yoga für Kinder bis zur Gestaltung eines Mosaik-Sofas. "Der Bedarf nach solchen Angeboten bei den Schulen ist höher, als uns Mittel zur Verfügung stehen", monierte Sabine Preisler von der Kunstwerkstatt. Für das laufende Schuljahr ist der städtische Etat zur Lokalen Bildungsplanung bereits erhöht worden. Schuldezernentin Dr. Kerstin Weinbach (SPD) versprach zudem, dass im Rahmen der Haushaltsberatungen auch noch einmal über einen Zuschuss zu den zusätzlichen Verwaltungskosten beraten werde.
Der Weltladen Marburg bietet beispielsweise im laufenden Schuljahr einen Kurs "Wo die Schokolade wächst" an der Otto-Ubbelohde-Schule an. Spielerisch lernen die Kinder, wie die Kakaopflanze aussieht, wo sie wächst und wie aus Kakao Schokolade gemacht wird. Auf diesem Weg werden sie auch für Fragen des fairen Handels sensibilisiert.
Die Zusammenarbeit mit den Schulen sei nach Anlaufschwierigkeiten mittlerweile hervorragend. Durch regelmäßige Kooperationstreffen aller Beteiligten könnten die Angebote gut aufeinander abgestimmt werden. Allerdings würden die freien Träger gerne noch stärker als bisher in den Vormittagsunterricht eingebunden werden.
Die Resonanz bei Lehrern, Eltern und Schülern auf die zusätzlichen Angebote sei ebenfalls sehr positiv. Die Kinder entwickelten neue Stärken und entdeckten neue Fähigkeiten, die im normalen Schulunterricht nicht zur Geltung kämen.
"Wenn ich mir die Angebote so anschaue, da würde ich manchmal selbst gerne noch einmal zur Schule gehen", sagte Dorothea Obst vom Fachdienst Schule der Stadtverwaltung.
 
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